Ausrüstung 

Komfort und Gewicht -> der persönliche Kompromiss 

Beim Packen fürs Pilgern es geht darum, die persönliche Balance zwischen Funktionalität und Wohlfühlen zu finden. 

Die Faustregel besagt, dass der Rucksack bei Mehrtageswanderungen nicht mehr als ein Viertel des eigenen Körpergewichts wiegen sollte. Diese Angabe ist jedoch relativ.
Empfehlenswert ist es, den Rucksack bereits vor der eigentlichen Reise komplett zu packen und damit einen Tagesausflug zu machen. Dabei merkt man schnell, ob man zu viel eingepackt hat.

Klar ist, dass es super wäre, wenn man unter 10 Kilogramm bleibt.
Ich persönlich hatte zu viel Gepäck (14 kg) dabei, was mir im Voraus allerdings klar war. Hauptverantwortlich dafür waren meine Kamera und das iPad, beides für meine Arbeit notwendig, um unterwegs weiterarbeiten und fotografieren zu können. Klar, das kann man so machen. Aber ich bin überzeugt, dass meine Sehnenentzündung, die ich am dritten Tag hatte, unter anderem auch durch das zu hohe Gewicht und die zusätzliche Belastung auf die Gelenke verursacht wurde. Würde ich die Reise ein zweites Mal machen, liesse ich beides zu Hause.

Gerade bei einer Pilgerreise in der Schweiz, wo man viele Höhenmeter zurücklegt, würde ich beim nächsten Mal noch konsequenter nur das Nötigste mitnehmen und versuchen, zwischen 10 und 13 Kilogramm zu bleiben.

Packliste

Hier kannst du nun meine Packliste ansehen. Ich habe überall noch ein paar Tipps hinzugefügt, was dir hoffentlich helfen wird.

Weniger ist mehr: Sorgfältig auswählen, alles bereitlegen und dann noch einmal überlegen, was man weglassen kann.

  • Grosser Rucksack: Unbedingt im Fachgeschäft kaufen und vorher ausprobieren.  


  • Dünner Beutel: Ich hatte einen dabei, damit ich das Paar Schuhe, das ich nicht trug, darin verstauen konnte. 


  • Wanderschuhe: Ich hatte hohe Wanderschuhe dabei. Beim nächsten Mal würde ich Trekkingschuhe mitnehmen, da diese für mich viel bequemer sind. So oder so, unbedingt vorher einlaufen. 


  • Turnschuhe: Bequeme Schuhe mitnehmen. Benötigt man die Wanderschuhe nicht, beispielsweise bei einer flachen Etappe oder am Abend, ist es mit Turnschuhen viel angenehmer. 


  • Hausschuhe: Diese waren für mich unverzichtbar. Ich bin in den Unterkünften immer mit diesen gelaufen, um die Füsse atmen zu lassen. Ausserdem sind sie von Vorteil in den Waschsälen, da man dort gegen Schmutz geschützt ist. 


  • Wanderstöcke: Anfangs dachte ich, ich brauche sie nicht, aber nach drei Tagen wollte ich sie nicht mehr hergeben. Ich empfehle sie unbedingt!


  • Badetuch gross: Ich hatte ein sehr dünnes und schnell trocknendes Tuch dabei. Das hat sich sehr bewährt, denn es benötigt wenig Platz und war morgens immer trocken. 


  • Waschlappen: Hatte ich dabei, um mein Gesicht zu waschen und ich war froh darum. 


  • 2 Sport-T-Shirts: Die T-Shirts sollen schnell trocknen und atmungsaktiv sein.


  • Sport-T-Shirt (langarm): Hatte ich für die Tage dabei, wenn es im kurzarm T-Shirt zu kalt war, aber in der Jacke zu warm. Soll schnell trocknen und atmungsaktiv sein. 


  • Wanderhosen: Soll nicht zu eng anliegen, bei Bedarf in eine kurze Hose verwandelbar sein und schnell trocknen.


  • Kurze Sporthosen: Ich nahm meine normalen Sporthosen mit und das hat wunderbar funktioniert. 


  • 3 Unterhosen


  • 2 Paar Wandersocken: Unbedingt zwei qualitativ hochwertige Socken mitnehmen und vorher mit den Schuhen ausprobieren.


  • Freizeitsocken: Hatte ich dabei, damit ich sie anziehen konnte, sobald ich in der Unterkunft war. 


  • Beutel für die Kleider


  • Fleecejacke


  • Jacke: Ich hatte eine wasserdichte und windabweisende Jacke dabei. Darunter konnte ich noch andere Oberteile anziehen, was sehr bequem war. 


  • Regenüberwurf: War das Highlight meines Equipments. Bei starkem Regen würde ich nicht darauf verzichten wollen. Hat alles trockengehalten. Ich möchte zwar keine Werbung machen, aber er war so genial, dass ich das einfach teilen muss: Ich hatte den Bivy Poncho UL Moss von Exped dabei. 


  • Regenschutz für den Rucksack: War eine gute Wahl, ihn trotz des Überwurfs mitzunehmen. Ich benutzte ihn immer, wenn es nur leicht regnete. 


  • Fischerhut: Ich empfehle einen wasserdichten Fischerhut, welcher gegen Sonne und Regen schützt. 


  • Schal: für kalte Tage


  • Mütze: für kalte Tage


  • Handschuhe: für kalte Tage


  • Sonnenbrille: Ich habe sie nicht so oft gebraucht, da ich die meiste Zeit kein sonniges Wetter hatte. Würde ich aber auf jeden Fall mitnehmen. 


  • Kleines Necessaire: Darin verstaute ich meine Duschutensilien.


  • Zahnbürste


  • Kleine Zahnpaste


  • Blasenpflaster: Unverzichtbar, obwohl ich keine brauchte.


  • Deo


  • Shampoo: Ich hatte Shampooproben dabei, um Platz zu sparen.


  • Kleines Waschmittel für Kleider: Habe ich verwendet, um meine Kleider zu waschen. Das tat ich täglich und die Flasche war gegen Ende leer. 


  • Rasiergerät


  • Kältegel: Habe ich mehrmals verwendet, als ich Gelenkschmerzen wegen meiner Entzündung hatte. 


  • Nagelknipser


  • Nagelfeile


  • Nastücher


  • Stifte


  • Kleines Heft: Hatte ich dabei, um mir Notizen zu machen und um zu zeichnen.


  • Mappe: Damit das Heft nicht nass wurde. 


  • Ladekabel: Ich entschied mich für ein extra langes Kabel, um überall laden zu können. 


  • Handy: Lass es zuhause :). Ich selbst habe das aufgrund meiner Arbeit nicht geschafft. 


  • iPad: Nahm ich nur aufgrund meiner Maturaarbeit mit. Ansonsten hätte ich es weggelassen.


  • Kamera: Nahm ich ebenfalls aufgrund meiner Maturarbeit mit. Ich war aber froh, dass ich sie dabei hatte, denn das Fotografieren hat viel Spass gemacht. 


  • Kameraladekabel


  • Ikeabeutel für elektronische Geräte: Hatte ich als zusätzlichen Schutz dabei, auch falls mal eine Flasche auslaufen sollte. 


  • Portemonnaie: Ausweis; Krankenkassenkarte; Studentenkarte der Schule (Kann ich sehr empfehlen, um verschiedenste Vergünstigungen zu erhalten); eine Debitkarte (Ich habe während der Reise eher mit Twint bezahlt. Aber als Absicherung war es gut, eine Debitkarte dabei zu haben); Bargeld


  • Sackmesser


  • Ohrstöpsel: Die Ohrstöpsel halfen mir sehr, in den grösseren Schlafsälen um schlafen zu können.


  • Pilgerpass


  • Pilgermuschel



Was mir gefehlt hat:

Clips, um Verpackungen zu verschliessen.